In vielen Ländern werden noch immer Menschen wegen ihrer Liebe, ihrer Sexualität und wegen ihres Geschlechts ausgegrenzt und verfolgt. Deshalb gilt:

„Nur solche Erinnerung ist fruchtbar,
die zugleich daran erinnert, was noch zu tun ist.“
Ernst Bloch

 

Beispiele von 2009 bis Januar 2017 aus der Erinnerungs- und Menschenrechtsarbeit des Rosa Hilfe Freiburg e. V. und des Weissenburg e. V., Stuttgart:

 

2009

„Schon gewußt?“Flyer des Arbeitskreis Rosa Winkel Stuttgart des Weissenburg e. V.
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28. Juli 2009: „Zukunft braucht Erinnerung“ – Veranstaltung der Initiative für einen Gedenkort im ehemaligen Hotel Silber während der CSD-Kulturwoche in Stuttgart sowie Unterschriftenaktion „Für den Erhalt des Gebäude der ehemaligen Gestapozentrale in Stuttgart als authentischen Lern- und Gedenkort“ vom Buchladen Erlkönig, IG CSD Stuttgart e.V., Laura Halding-Hoppenheit, Lesben- & Schwulenverband in Deutschland e.V./Landesverband BaWü, Verband Lesbischer & Schwuler PsychologInnen und Zentrum Weissenburg e.V.:
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2010

17. April 2010: Rede zum § 175 von William Schaefer von der Rosa Hilfe Freiburg e. V. beim CSD Freiburg:
http://www.rosahilfefreiburg.de/2010/04/bill-schaefer-zum-%c2%a7175-beim-csd-loerrach-2010
21. April bis 14. Mai 2010: Ausstellung im Stuttgarter Rathaus Die NS-Verfolgung Homosexueller in Stuttgart sichtbar machen“ – ein Gemeinschaftsprojekt des Weissenburg e. V. und des Stadtarchiv Stuttgart sowie Schwulst-Sonderheft 3 vom April 2010 zum Thema „Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft – Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit“ – ein Gemeinschaftsprojekt von Schwulst e. V. und Weissenburg e. V., Autoren: Ralf Bogen, Dieter Salwik, Mathias Strohbach und Thomas Ulmer:
sonderausgabe-schwulst-homosexuellenverfolgung
2010-04-gab-Interview-Namen-fuer-die-Vergessenen
StZ_22_04_10_NS-Ausstellung_Homosexualität
28. Juni 2010: Veranstaltung „Schicksale männlicher § 175-Opfer in Südbaden zwischen 1933 bis 1945unter Mitwirkung des Rosa Hilfe Freiburg e. V.:
http://www.rosahilfefreiburg.de/2010/06/video-schicksale-maennlicher-opfer-des-%c2%a7-175-in-suedbaden-1933-1945/

 

2011

1. Dezember 2011:Minni (Hermine) Wertheimer und die Weissenburg“ – Gedenkflyer angesichts des 70. Jahrestags der Deportation der württembergischen Jüdinnen und Juden:
winni-wertheimer-und-die-weissenburg-gedenkflyer111108

 

2012

26. Juli 2012:  „Klänge des Verschweigens– Gemeinschaftsveranstaltung im Rahmen des CSD Stuttgart – Film-Preview und Diskussion mit Klaus Stanjek, dessen schwuler Onkel, der Musiker Wilhelm Heckmann, die Konzentrationslager Dachau und Mauthausen überlebte.
Beteiligte: Jugendhaus, lernort gedenkstätte, Manuel Koesters, Mauthausen Komitee Stuttgart e. V., Rosa-Winkel-Initiative des Weissenburg e. V. und Cinetarium – Klaus Stanjek Dokumentarfilm Produktion:
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2013

27. Januar 2013: Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus „Ausgrenzung und Verfolgung Hommosexueller in Baden-Württemberg endlich konsequent aufarbeiten“ Pressemitteilung des Weissenburg e. V. und IG Stuttgart CSD e. V.:
http://www.csd-stuttgart.de/2013/files/PM-Opfergedenken-2013.pdf
Unterschriftenaktion: „Appell an Stadt und Land – Für einen würdigen Lern- und Gedenkort im ehemaligen Gestapogebäude ‚Hotel Silber‘ unter Einbeziehung aller NS-Verfolgtengruppen“ von IG CSD Stuttgart e. V., Laura Halding-Hoppenheit (Kings Club), LSVD Baden-Württemberg e. V., Schwulst e. V. und Weissenburg e. V.:
http://csd-stuttgart.de/2014/index.php/neues/40-appell
15. Juni 2013: Fahrt in das KZ Auschwitz und zum CSD in Warschau:
fahrt-zum-kz-auschwitz-und-zum-csd-warschau
16./17. November 2013: Fachtagung „Stand und Perspektiven der Erforschung, Thematisierung und Darstellung der Situation von Lesben und Schwulen im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit in Baden-Württemberg“
– Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg e. V. und Weissenburg e. V.
fachtagung-lesben-schwule-im-nationalsozialismus-und-nachkriegszeit

 

2014

26. Januar bis 15. März 2014:  Ausstellung „lesbisch jüdisch schwul in der Weissenburg in Stuttgart mit Unterstützung des Stuttgarter Stadtmuseums und von Beate Müller. In der Homosexuellenkultur der Zwanzigerjahre gab es viele – heute meist in Vergessenheit geratene – lesbische Jüdinnen und schwule Juden, die in Kunst, Wissenschaft und Literatur ihren Beitrag zur Emanzipation beider Gruppen leisteten. Die vom Schwulen Museum, Berlin, erarbeitete Aussstellung zeigte 24 Biografien, die die Erfahrungen lesbischer Jüdinnen und schwuler Juden, ihre doppelte Stigmatisierung in der Zeit des Nationalsozialismus repräsentieren: Exil, Leben im Untergrund, Deportation, Ermordung aber auch Überleben und Wirken in der Nachkriegszeit.
27. Januar 2014: „Es fehlt ein bedeutendes Stück Geschichte – Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus“LSBTTIQ-Netzwerk Baden-Württemberg
28. Oktober 2014: Veranstaltung „Zum Schrecken der Homosexuellen Stuttgarts… – Die Verfolgungsgeschichte der Homosexuellen von der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit“ im Hotel Silber, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auftakt Hotel Silber“ von Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stadt Stuttgart und Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.
http://www.geschichtsort-hotel-silber.de/news-blog/beitrag/zum-schrecken-der-homosexuellen-stuttgarts-die-verfolgungsgeschichte-der-homosexuellen/
November 2014: Mit dem verabschiedeten Grobkonzept für die Dauerausstellung im „Hotel Silber“ von Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber und der Stadt Stuttgart konnte erreicht werden, dass erstmals in einem geplanten Lern- und Gedenkort in Baden-Württemberg die Ausgrenzung und Verfolgung homosexueller Männer in der NS- und Nachkriegszeit dargestellt werden wird. Ziel der Dauerausstellung soll u. a. sein, aufzuzeigen, „wie wichtig es ist, dass alle Formen der Ausgrenzung, Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund von Abstammung, Herkunft, politischer oder religiöser Anschauung, sexueller Orientierung oder gesundheitlicher Verfassung als solche erkannt werden und ihnen couragiert entgegen gearbeitet wird.“
http://www.geschichtsort-hotel-silber.de/fileadmin/REDAKTION/Inhaltsseiten/Das_Projekt/Grobkonzept_Dauerausstellung.pdf

 

2015

27. Januar 2015: Veranstaltung zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz zum Thema Verfolgung homosexueller Männer 1933-1945 im Kaissersaal des Historischen Kaufhauses in Freiburg vom Kulturamt der Stadt Freiburg und SWR Studio Freiburg in Zusammenarbeit mit u. a. Rosa Hilfe Freiburg e. V.:
http://www.rosahilfefreiburg.de/termine/gedenkveranstaltung-zum-jahrestag-der-befreiung-von-ausschwitz-27-1-1945/
3. Juni 2015: Gedenken zu Beginn: „Ausgegrenzt und totgeschwiegen: Verfolgung von gleichgeschlechtlich Liebenden“ im Rahmen des Evangelischen Kirchentags 2015 in Stuttgart.


Videoaufzeichnung „Gedenken zu Beginn“


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16. Juni 2015: Verabschiedung des Aktionsplans für Akzeptanz und gleiche Rechte Baden-WürttembergDieser wurde unter Federführung des Sozial- und Integrationsministeriums entwickelt, um Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) abzubauen. Dieser beinhaltet auch eine Zielvereinbarung mit dem Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg sowie die Förderung von Erinnerungsarbeit wie z. B. das Homepageprojekt „Der Liebe wegen“.
Unterschriftenaktion während des CSD Stuttgarts: „Öffnet die Grenzen – Kobanê muss leben – für einen humanitären Korridor“ Internationale Unterstützung des Kampfes gegen den sog. Islamischen Staat (IS) von zentraler Bedeutung – auch für die kurdischen, türkischen und arabischen lesbische, schwule, bi-, trans-, intersexuelle und transgender Menschen – eine Unterstützeraktion während des CSD 2015:
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Unterdrückung des „Gay Pride“ in Istanbul durch Polizeigewalt in 2015, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=o9Wug_3ffuw, https://www.youtube.com/watch?v=GaLyobbXqO8, https://www.youtube.com/watch?v=kFv4odNU7wE und https://www.youtube.com/watch?v=IOJ6jz_6oCY. In 2016 wurde der „Gay Pride Istanbul“ erneut unterdrückt. Dabei hatte sich der „Gay Pride Istanbul“ in 2014 mit über 150.000 Teilnehmer_innen zum weltweit größten Christopher Street Day in einem überwiegend islamischen Land entwickelt. Auch Gay Pride-Wochen und Paraden in Iszmir, Ankara, Antalya, Malatay oder in Iskenderun an der syrischen Grenze haben eine erstaunliche Aufbruchstimmung emanzipatorischer Bestrebungen in der Türkei gezeigt. Die Empörung über sog. „Ehrenmorde“ in der gesamten Türkei (siehe z. B. den „Ehrenmord“ von Ahmet Yildiz im Mai 2010) sowie Hinrichtungen von homosexuellen Männern durch den Islamischen Staat in Syrien und im Irak hatte dazu beigetragen.

„Der Liebe wegen verfolgt… in der NS- und Nachkriegszeit wie auch in manchen Ländern noch heute“ am 23. Juli 2015 im Haus der Geschichte in Stuttgart – Gemeinsame Veranstaltung von Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Haus der Geschichte Baden-Württemberg und Weissenburg e. V.:
http://hotel-silber.de/?p=1159

2016

Gründung des Bündnis Vielfalt für alle:
http://www.vielfaltfueralle.info/index.php/buendnis
http://www.csd-stuttgart.de/2016/index.php/informieren/neuigkeiten/95-vielfalt-fuer-alle
17. Jan. 2016: Besuch der Ausstellung „Vom anderen Ufer“ im Stadtmuseum Ludwigshafen auf Einladung der Lesbisch-Schwule Geschichtswerkstatt Heidelberg-Ludwigshafen-Mannheim und dem Landesnetzwerk LSBTTIQ-Baden-Württemberg / Themengruppe Geschichte im Landesnetzwerk:
http://www.ludwigshafen.de/lebenswert/stadtmuseum/aktuell/vom-anderen-ufer/
27. / 28. Juni: Fachtagung „Späte Aufarbeitung. Lebenswelten und Verfolgung von LSBTTIQ-Menschen im deutschen Südwesten“ in Bad Urach, zu der die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, die Universität Stuttgart, das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg eingeladen hatte (siehe hierzu:
http://www.gedenkstaetten-bw.de/wt_spaete_aufarbeitung.html
http://mh-stiftung.de/2016/02/12/fachtagung-spaete-aufarbeitung/).

 

2017

27. Januar 2017: Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus präsentieren Rosa Hilfe Freiburg e. V. und Weissenburg e. V., Stuttgart, das Internetprojekt „Der Liebe wegen“ – Pressemitteilung: „Der Liebe wegen – ausgegrenzt und verfolgt im deutschen Südwesten:
PM-25-1-2017-Der-Liebe-wegen
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg daran, dass die Aufarbeitung von Verfolgungsgeschichte notwendig ist für eine nachhaltige Stärkung demokratischer Grundwerte und gelebter Akzeptanz menschlichen Vielfalt – Pressemitteilung: „Zukunft braucht Erinnerung – Verfolgung und Diskriminierung von LSBTTIQ im Nationalsozialismus endlich konsequent aufarbeiten“:
Netzwerk-LSBTTIQ_Verfolgung_LSBTTIQ-aufarbeiten-2017-01-26

 

 

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